Waldfreunde Wabel / Pflanzentauschbörse

Frau Heike Nels

Alter-Forsthof Wabel 1
19306 Neustadt-Glewe

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Natur - und Umweltschutz (Pflanzentauschbörse)


Wir freuen uns über Ihr Interesse und möchten Sie mitnehmen auf eine kleine Rundreise über unsere Seiten.

 

Die Initiative hat sich entwickelt infolge eines über Jahre hinweg fortschreitenden und sogar expandierenden missbräuchlich wirkenden Umgangs mit Staatseigentum durch gerade solche Behörden, die grundsätzlich zum Schutz des staatlichen Eigentums öffentlich verpflichtet wären.

 

Naturschutz betrifft uns alle, helfen Sie mit und beginnen vor der eigenen Haustür.

 

Da wir Klüngelei, wie sie in Vereinen leider oft verbreitet ist, nicht schätzen, ist Waldfreunde  Wabel eine rein private Initiative.

 

Jeder ernsthaft Interessierte kann sich an MitMachAktionen, der Pflanzentauschbörse, Demos oder anderen Aktionen gerne beteiligen. Bitte beachten Sie hierfür die betreffenden Infos.

 

Wir legen großen Wert auf fairen und respektvollen Umgang nicht nur miteinander, sondern natürlich auch und vor allem mit unserer Natur und Umwelt.  


Veranstaltungen


21.09.​2019
10. Pflanzentauschbörse in Wabel
Hallo, liebe Gartenfreunde ! Kaum zu glauben… es ist schon wieder soweit! Wir freuen uns, Euch ... [mehr]
 

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Aktuelle Meldungen

Untersuchung : Wie gesund sind unsere Wälder?

Jährliche Waldzustandserhebung in MV gestartet / Abschluss am 20. August / Bestand in den vergangenen Jahren recht stabil.


Mit Fernglas und Klemmbrett bewaffnet untersucht Diplom-Forst-Ingenieur Kai Thiede die Baumkronen.


Schweren Schrittes streift Kai Thiede in Gummistiefeln durch das Forstrevier Friedrichsthal.

 

Ein Feldbuchrahmen aus Holz hängt um den Oberkörper des 47-Jährigen, um den Hals ein Fernglas. Immer wieder wandert sein Blick nach oben. Er ist einer von 30 Sachverständigen – einer aus jedem der 29 Forstreviere in MV und eine Unterstützung aus dem Nationalpark – die noch bis zum 20. August die Wälder begutachten.


Alle 2,3 Millionen Hektar Wald in MV müssen die Sachbearbeiter für Waldschutz aber nicht abgrasen. „Dafür fehlen definitiv Zeit und Kapazitäten“, erklärt Thiede und lacht. Stattdessen ist ihr System eine zufällig systematische Stichprobe. Über ganz Deutschland wurde ein Raster gelegt. An jedem Punkt, an dem sich horizontale und vertikale Linien kreuzen und Wald vorherrscht (Sollmesspunkt), wird der Zustand repräsentativ anhand von 24 Kontrollbäumen erfasst. Die sind in jedem Jahr dieselben.


In Mecklenburg-Vorpommern sind das 2760 Bäume an insgesamt 115 Messstellen. (Zwei ruhen aber derzeit.) Diese Zahl hat sich in den vergangenen Jahren erhöht, da in den zufällig ausgewählten Gebieten Buchen und Eichen oft unterrepräsentiert waren. „Außerdem gilt: Je mehr Messpunkte, desto genauer das Ergebnis“, sagt Thiede.


Schon am ersten Baum, den er heute anspricht – und dabei handelt es sich nicht um Konversation sondern den forstlichen Begriff für das Ansehen – stellt der Experte Mängel fest: „Diese Stieleiche hat schon 50 prozent ihrer Krone verloren.“ Der Nadel- oder Blattverlust ist bei der Waldzustandserhebung das Wichtigste und eines von vielen Kriterien, die neben Insektenbefall, Sturm- und Wildschäden berücksichtigt werden.

 

Denn auch innere Schäden sehe man den Bäumen von außen an, wie der Forstingenieur sagt.

 

Einen Zoom-Blick für Details in den hohen Baumkronen hat der 47-Jährige jedoch nicht. Dafür benötigt er dann doch sein Fernglas. Üblicherweise streifen stets zwei Kollegen gleichzeitig durch den Wald.

 

„So beugt man Fehleinschätzungen vor“, erklärt der 47-Jährige.

 

Seine und die Ergebnisse der Kollegen der Landesforst werden im Waldzustandsbericht 2015 festgehalten, der voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht wird.


Die Bilanz der Vorjahre wie auch die ersten Erkenntnisse aus 2015 geben Anlass zur Freude:

 

„Der Zustand des Waldes ist derzeit sehr stabil und bisher sind wenige Schäden festzustellen. Fährt man über das Land, haben die meisten Bäume eine satte, gesunde Blattfarbe.“ Bereits seit 1992 betreut Thiede die Waldzustandserhebungen in MV.


Die Baumart, deren Zustand am kritischsten sei, ist die Eiche, sagt er. „An den Eichenblättern frisst im Frühjahr ein ganzer Zoo an Schädlingen und Insekten.“ Und zu den einheimischen Exemplaren würden auch immer wieder neue dazu kommen, wie im vergangenen Jahr die Kiefernblutzikade. Wirklich etwas tun könne man gegen die Schädlinge nicht: „Oft muss man dem Wald etwas Zeit lassen, bis sich die Population der Parasiten-Gegenspieler von allein erhöht. Einsätze mit Insektenvernichtungsmitteln sind dagegen die Ausnahme.“


In MV hat „der Großteil der Bäume einen Blatt- oder Nadelverlust von 11 bis 25 Prozent. Das ist zwar nicht optimal, aber bedeutet nur eine leichte Schädigung“, sagt Thiede. Kritisch werde es ab 61 Prozent. Also ist auch die Stieleiche mit der Nummer 34 noch kein Grund zur Sorge.

 

„Die hat einfach einen ungünstigen Standort“, versichert Thiede, bevor es zum nächsten Baum geht.


von VOFF, erstellt am 04.Aug.2015 | 21:00 Uhr


Kommentar:

Den Bock zum Gärtner !!!

Geprüft wird der Zustand des Waldes also durch die Mitarbeiter der Landesforst selbst.


Das heißt, die Prüfbehörde überprüft die eigene vorherige Tätigkeit, nämlich die Waldpflege auf Effektivität und Richtigkeit.

 

Die Gutachten können somit nach eigenen Belangen (fast) beliebig angepasst werden. So wurden in Wabel eine Reihe von äußerlich völlig gesund wirkenden Eichen gefällt, sogar ein Jahrhunderte alter Eichenstamm, der zuvor als Naturdenkmal deklariert worden war. Zudem fielen solche Eichen, die zuvor von Nachbarn als störend und lichtraubend bezeichnet wurden.

 

Ein gemeinsamer Gang durch den Wald mit dem damaligen Bürgermeister ermöglichte diese Einstufung als krank und verkehrsgefähr-dend. Selbst die Umweltbehörde in LWL sah aufgrund der vorherigen gemeinsamen Begehung keinen Anlass, an der erfolgten Einstufung als kranker Baum, deren Fällung erforderlich ist,  Zweifel zu hegen oder den Zustand der gefällten Bäume nachträglich auf Authentizität zu überprüfen.

 

Fakt also:  – Die von der Prüfbehörde gefällte Entscheidung ist hinzunehmen; Zweifel an der Richtigkeit des Urteils kann und darf es nicht geben. Der Willkür steht die Tür wohl weit offen.

Foto zur Meldung: Untersuchung : Wie gesund sind unsere Wälder?
Foto: Untersuchung : Wie gesund sind unsere Wälder?

Forstverwaltung in MV : Forstämter bleiben, Personal aber muss gehen

Entwarnung im Wald: Die Pläne zum Umbau der Forstverwaltung in MV sind vom Tisch. In einem Zukunftskonzept ist vorgesehen, alle vier Standorte bis 2020 zu erhalten, aber die Zahl der 200 Reviere im Land zu verkleinern.

 

 

Schwerin Entwarnung im Wald: Die Pläne zum Umbau der Forstverwaltung in MV sind vom Tisch. Es bleibe bei der Struktur von 29 Forstämtern im Land, kündigte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung an.

 

Ursprünglich war vorgesehen die Zahl der Ämter weiter zu reduzieren und die Verwaltungen in Ludwigslust und Conow in Westmecklenburg sowie Torgelow und Rothemühl in Vorpommern zusammenzulegen.


In einem neuen bis 2020 fortgeschriebenen Unternehmenskonzept der Landesforstanstalt ist nun vorgesehen, alle vier Standorte zu erhalten, die Zahl der etwa 200 Reviere im Land aber geringfügig zu verkleinern. Zudem wird das bisherige Forstamt Abtshagen/Rügen aufgelöst und wie bereits auf Usedom wieder ein eigenständiges Inselforstamt eingerichtet. Das Konzept soll vom Verwaltungsrat noch im Dezember beschlossen werden. Das bisherige Modellprojekt einer Bürogemeinschaft zwischen den Ämtern in Torgelow und Rothemühl habe gezeigt, dass eine Zusammenlegung nicht die notwendigen Einsparungen bringen würde, sagte Backhaus: "Das ist kein Modell für Mecklenburg-Vorpommern." Zudem kämen auf die Ämter in Ludwigslust und Conow neue Aufgaben zu. So müssten die Forstleute mit dem Bau der Autobahn 14 nach Magdeburg ein "Mammutprojekt begleiten". Conow komme mit der geplanten Übernahme des 6000 Hektar großen Truppenübungsplatzes in Lübtheen und der Erweiterung des angrenzenden Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe "eine wichtige Rolle zu", meinte Backhaus.

 

Nach dem Abzug der Bundeswehr Ende 2013 will das Land das Gelände unter Schutz stellen, die Naturschutzfläche vergrößern und zusätzlichen Landeswald anlegen. Die Forstverwaltung brauche "Stabilität" und müsse "in der Fläche Präsenz zeigen", begründete Backhaus den Strukturerhalt: Unruhe in der Verwaltung helfe nicht. Die wird sich aber nicht vermeiden lassen: In der Forstverwaltung geht der Stellenabbau weiter. Es bleibe dabei, bis 2020, wie in der gesamten Landesverwaltung auch, die Zahl der Beschäftigten um neun Prozent zu reduzieren - "sozial verträglich und ohne Kündigungen", versicherte Backhaus. Nach dem 2020-Konzept sollen die bis 2013 vorgesehenen 1032 Stellen in den kommenden sieben Jahren auf 907 reduziert werden.


"Dann sind wir durch", meinte Backhaus. "Mehr können wir nicht ausschwitzen." Sonst ließen sich die Aufgaben nicht mehr erfüllen. Dem Konzept zufolge wird vor allem die Zahl der Waldarbeiter reduziert - auf landesweit 404 Stellen. Bislang arbeiten noch 1181 Beschäftigte in der Landesforst, davon sind 628 Waldarbeiter.


Weniger Personal, steigende Einnahmen, strikter Sparkurs: Nach der Gründung der Landesforstanstalt 2006 hat sich der Forstbetrieb vom Zuschussgeschäft zum Gewinnbringer entwickelt. Mit einem Umsatz von knapp 58 Millionen Euro habe die Landesforst 2011 das "bisher beste Jahr" hinter sich, meinte Backhaus. Ursprünglichen Plänen zufolge sollten die Zuschüsse für den Forstbetrieb erst 2012 auf Null zurückgefahren werden und die Forstanstalt die Gewinnzone erreichen. Durch die guten Preise am Holzmarkt sei aber bereits 2011 ein Überschuss von 7,6 Millionen Euro eingefahren worden. Zudem habe die Landesforst inzwischen Rücklagen von rund 31 Millionen Euro gebildet, sagte Backhaus: "Wir sparen für schlechte Zeiten."Auch sei der Landeszuschuss für hoheitliche Aufgaben auf 30 Millionen Euro gedrückt worden.

 

Bislang hatte das Land jährlich insgesamt 76 Millionen Euro zugebuttert. Künftig sollen die Finanzhilfen aus der Landeskasse auf 24 Millionen Euro begrenzt werden. Die Forst habe in den 90er-Jahren einen "großen Aderlaß" hinter sich - Personalabbau für mehr Wirtschaftlichkeit. Das neue Unternehmenskonzept sei jetzt auf "angemessene Überschüsse", nicht auf "Gewinnmaximierung" ausgerichtet, sagte Backhaus.


Die Eckpunkte des Wirtschaftsplans: Die Landesforst wird u. a. den Holzverkauf drosseln, statt 920 000 Festmeter in diesem Jahr künftig jährlich 60 000 Festmeter weniger verkaufen und dadurch aber auch etwa zwei Millionen Euro weniger einnehmen. Zudem werde der Maschinenpark deutlich verkleinert. Gleichzeitig sollen aber die Kosten beispielsweise im Waldbau beim Zaunbau und Pflanzarbeiten um 771 000 Euro jährlich gedrückt und neue Einnahmequellen erschlossen werden. Mehr forstliche Dienstleistungen, Ausbau des Jagd- und Saatgutgeschäftes, Verkauf von Natur- und Umweltschutzleistungen - die Landesforst erwartet künftig jährlich rund 5,7 Millionen Euro Zusatzeinnahmen. Mehr als die Hälfte will sie mit neuen Geschäftsfeldern erwirtschaften. So plane die Forstanstalt u. a. den Einstieg in die Öko-Stromproduktion im Wald und den Aufbau eines Windparks mit sieben Windkraftanlagen. Investitionssumme: 21 Millionen Euro. Darüber hinaus wollen sich die Förster an zwei Biomasseheizkraftwerken mit Lieferverträgen beteiligen und das Tourismusgeschäft ausbauen. Dafür sollen in ehemaligen Forstämtern künftig drei Ferienwohnungen angeboten werden.

 

Ein erstes Ferienangebot laufe bereits mit "bestem Erfolg" , sagte Backhaus: Die Forst habe noch "echte Reserven".


von Torsten Roth, erstellt am 26.Okt.2012 | 08:06 Uhr


Kommentar:


„Weniger Personal, steigende Einnahmen, strikter Sparkurs: Nach der Gründung der Landesforstanstalt 2006 hat sich der Forstbetrieb vom Zuschussgeschäft zum Gewinnbringer entwickelt. Mit einem Umsatz von knapp 58 Millionen Euro habe die Landesforst 2011 das "bisher beste Jahr" hinter sich, meinte Backhaus“ ..... .

 

Mehr forstliche Dienstleistungen, Ausbau des Jagd- und Saatgutgeschäftes, Verkauf von Natur- und Umweltschutzleistungen - die Landesforst erwartet künftig jährlich rund 5,7 Millionen Euro Zusatzeinnahmen....sei aber bereits 2011 ein Überschuss von 7,6 Millionen Euro eingefahren worden. Zudem habe die Landesforst inzwischen Rücklagen von rund 31 Millionen Euro gebildet, sagte Backhaus: "Wir sparen für schlechte Zeiten." Auch sei der Landeszuschuss für hoheitliche Aufgaben auf 30 Millionen Euro gedrückt worden. Bislang hatte das Land jährlich insgesamt 76 Millionen Euro zugebuttert. Künftig sollen die Finanzhilfen aus der Landeskasse auf 24 Millionen Euro begrenzt werden“.

 

Die Wahl zum 7. Landtag des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird bekanntlich am Sonntag, dem 4. September 2016, stattfinden. Bis dahin müssen die nicht mehr umkehrbaren Maßnahmen so auf den Weg gebracht sein, dass eine Landesregierung in anderer parteilicher Konstellation mit den von ihr etwaig nicht gebilligten und dem Grundkonzept diametral entgegen stehenden Konsequenzen daraus wohl oder übel leben muss (Planungen bis 2020).


Langfristige Planungen – selbstverständlich – aber doch wohl nur im Interesse des Waldes und der Agrarwirtschaft  und nicht aus bloßen parteilichen oder gar privaten Interessen heraus.

Foto zur Meldung: Forstverwaltung in MV : Forstämter bleiben, Personal aber muss gehen
Foto: Forstverwaltung in MV : Forstämter bleiben, Personal aber muss gehen

Auflösung der staatlichen Einrichtung wird erwartet: Forstamt in Kremmin vor dem Aus

Wenn das Landwirtschaftsministerium sich auch um eine deutliche Aussage windet, sprechen Kommunalpolitiker der Stadt Grabow von einer bedrohlichen Situation für den Fortbestand des Forstamtes Ludwigslust in Kremmin.

 

Werden die Pforten des Forstamtes Ludwigslust in Kremmin zum Jahresende geschlossen, ist dort auch der Holzverkauf zu Ende. Insgesamt 32 Mitarbeiter müssen dann wohl täglich nach Kaliß zur Arbeit fahren.


Kremmin | Wenn das Landwirtschaftsministerium in Schwerin sich auch um eine deutliche Aussage windet, sprechen Kommunalpolitiker der Stadt Grabow von einer bedrohlichen Situation für den Fortbestand des Forstamtes Ludwigslust in Kremmin. In der jüngsten Sitzung der Grabower Stadtvertreter wurde aufgerufen, einen Grundsatzbeschluss zum Erhalt des Forstamtes schnellstens zu fassen (SVZ berichtete). Weil, und das wird auf der Straße bereits als Faktum diskutiert, die 31 Dienst- und Ausbildungsstellen mit dem 1. Januar 2013 als neuen Dienstsitz auf das gut 30 Kilometer entfernt gelegene Forstamt Conow in Kaliß umverteilt werden. Es wird zudem befürchtet, dass das schmucke Anwesen dann öffentlich meistbietend in private Hände fallen wird. Dass diese ganze Angelegenheit ein "heißes" Eisen ist, liegt auf der Hand. Nur ganz wenige Betroffene äußerten sich nur unter der Zusicherung, dass ihr Name nicht genannt wird.


Wie die SVZ erfuhr (Name der Red. bekannt), wird sehr wohl an einer Neustruktur innerhalb der Landesforstverwaltung gearbeitet, und zwar mit teilweise einschneidenden Veränderungen.Nicht betroffen soll davon allerdings die Landesforstbehörde in Malchin sein.

 

Und selbstverständlich werden einige Standorte, wie beispielsweise der in Kaliß wachsen. Auf die Anfrage der SVZ-Lokalredaktion kam die Antwort der Pressestelle, dass "eine Entscheidung zur Umstrukturierung der Landesforstverwaltung sowie einzelner Forstämter oder Reviere bisher nicht getroffen wurde. Die Angelegenheit befindet sich im Diskussionsprozess. Im vierten Quartal dieses Jahres werden wir dazu haltbare Auskünfte geben können. Dann wird auch das Kabinett informiert sein.

 

Fakt ist: Generell hat sich die Grundstruktur der Reviere und Forstverwaltungen bewährt. Sie ist auch aus heutiger Sicht zukunftsfähig und soll daher nicht grundlegend verändert werden."

 

Diese Stellungnahme ist in der Auslegung der Antwort offen, da es sehr wohl Überlegungen und Lösungsvorschläge auch aus Kremmin gibt: Betroffen wären ein Forstamtsleiter, sechs Bürokräfte, sechs Revierförster, sieben Lehrlinge mit ihrem Ausbilder und zehn Waldarbeiter.

 

In anderen Forstämtern und -revieren dürften ähnliche Dienstverhältnisse zur Disposition stehen. Jedoch habe sich Minister Dr. Till Backhaus vor Tagen gegen einen radikale Streichung ausgesprochen.


Dass doch bereits erhebliche Bewegung in die Strukturüberlegungen gekommen sein muss, erklärt sich dadurch, dass konkrete Optimierungsvorschläge in Malchin eingegangen sind. Aus Kremmin beispielsweise wurde vorgeschlagen, eine Aufgabe des Forstamtes noch für drei Jahre auszusetzen. Das würde für die Stellenbelegung und Personalkosten im Forstamt Conow positive Auswirkungen mit sich bringen. So werde das geforderte Ziel von Einsparpotenzialen deutlich eher erreicht, erfuhr die SVZ. Für die Kremminer Einwohner selbst käme die Auflösung des Forstamtes ebenfalls einem Einschnitt gleich. Auf dem Areal wird Jahr für Jahr der Weihnachts- und der Ostermarkt gefeiert.

 

Auch mit dem Holzverkauf ab Forstamtshof wäre es dann vorbei.


von Harald Schulz, erstellt am 15.Aug.2012 | 11:44 Uhr


Kommentar:

Na, da konnte die Stellenbelegung ja wohl noch einmal bis 2020 gerettet werden – auf welche Weise allerdings vgl. dazu Artikel 2.  Das Forstamt Kremmin ist nun schon zugunsten von Grabower Belangen geopfert worden. Natürlich haben sich die Interessen der Bürger dem Stellenerhaltungsinteresse der Forstmitarbeiter – jedenfalls derer, die nicht nur schnöde Wald-arbeit ableisten, widerspruchslos unter zu ordnen.

Foto zur Meldung: Auflösung der staatlichen Einrichtung wird erwartet: Forstamt in Kremmin vor dem Aus
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